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Samsung HW-F551 Testbericht

Matthias, 18. Februar 2015
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Samsung HW-F551 gehört in die gehobene Mittelklasse der Soundbars und beeindruckt mit mächtigem Subwoofer und vielen Anschlussmöglichkeiten. Wie simpel ist die Bedienung der komplexen Soundmaschine – und wie gut ist der Klang?

(68 Rezensionen)

POSITIV

  • + Präziser, weiträumiger und druckvoller Klang
  • + elegantes Design
  • + vielseitig einsetzbar
  • + hoher Bedienkomfort

Negativ

  • - sehr kleine Fernbedienung
  • - keine Kabel für HDMI und Toslink im Lieferumfang
  • - kühles Klangbild

“Crystal Surround Air Track”, mit diesem phantastisch anmutenden Namen für seine Soundbar HW-F551 versucht Samsung dem Käufer klar zu machen, dass er für seine 499 Euro ein echtes Hightech-Produkt mit faszinierenden Features bekommt. Beruhigend, dass es die Samsung HW-F551 in Onlineshops bereits ab 260 Euro gibt. Auch damit positioniert sich die Samsung in der Oberklasse der Soundbars. Der mächtige Subwoofer arbeitet mit 150 Watt, die Soundbar mit 2-Wege-Lautsprechern bringt 2 x 80 Watt, was einer Gesamtleistung von 310 Watt entspricht, genug also um auch größere Räume akustisch zu bespaßen.

Verarbeitung/Design

Gut sieht sie aus die Samsung-Soundbar mit ihrem feinen Lochblech im Edelstahl-Look. Die Gehäusekanten sind abgerundet, mit einer Länge von 943 × 55 × 59,9 Millimeter ist sie auch für größere Fernseher im 40 Zoll-Format geeignet. Die verchromten Seiten verstärken die edle Anmutung. Der Subwoofer ist mit Abmessungen von 291 x 369 x 291 mm im Vergleich zur geradezu zierlichen Soundbar ziemlich voluminös. Das Kunststoffgehäuse der Tieftöner-Box ist in einem glänzenden hellen Pulvergrau gehalten, die obere Abdeckplatte matt, die Kanten abgerundet. Das dezente Design mildert damit etwas den wuchtigen Eindruck.

Die Samsung HW-F551 im Einsatz

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Das Gehäuse ist sehr solide gefertigt, alle Buchsen und Tasten präzise eingefasst.

Mittig an der Oberseite finden sich Sensortasten für Ein- und Ausschalten, die Wahl der Eingangsquelle und die Lautstärke.

Gegenüber der eleganten “Crystal Surround Air Track” wirkt die Fernbedienung im schwarzen Kunststoffgehäuse allerdings etwas altbacken. Fast als sei sie für ein anderes Gerät und nicht für die stylishe Soundbar entworfen worden.

Inbetriebnahme/Anschlüsse

Hat man die Soundbar und den dicken Subwoofer erst einmal aus der Verpackung gestemmt, ist der Rest kinderleicht. Technisch erfahrene Nutzer bewältigen die Installation in wenigen Minuten und ohne ein einziges Mal ins Handbuch zu schauen. Ein Kompliment, das eigentlich für alle Features und Funktionen der HW-F551 gilt.

Der Subwoofer ist drahtlos mit der Soundbar verbunden. Schaltet man die Geräte ein, blinkt eine blaue LED auf dem Tieftöner ein paar Sekunden lang, dann zeigt ein dauerndes Leuchten an, dass die Verbindung steht. Um Einstreuungen und Störungen durch Funksignale zu vermeiden, sollte man den mitgelieferten Ringkernferrit am Netzkabel des Tieftöners befestigen.

Als sichtbare Eingänge stehen ein optischer Digitaleingang, eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse (Aux), HDMI sowie USB zur Verfügung. HDMI Out mit Audiorückkanal (ARC, Audio Return Channel) ist ebenfalls vorhanden. Mit ARC ausgestattete Geräte können über ein HDMI-Kabel auch Audiosignale empfangen und senden. So spart der Nutzer ein Kabel. Die HW-F551 bietet damit Anschlüsse für mehrere Zuspielgeräte. Neben dem Fernseher kann man auch einen Blu-Ray- oder DVD-Player, eine Spielekonsole, einen MP3-Player und sogar einen USB-Stick mit Musikdateien anschließen.

Nicht zu vergessen das Smartphone. Wie eigentlich alle Soundbars der Mittel- und Oberklasse unterstützt auch die HW-F551 den Bluetooth-Standard für die Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet oder auch den Anschluss des TV-Geräts.

Bei all der Anschlussvielfalt zeigt Samsung aber auch seine knauserige Seite. Beim Auspacken findet man weder ein optisches Kabel noch ein HDMI-Kabel im Karton.

Bedienung

Geradezu genial einfach ist die Bedienung in Kombination mit einem Samsung-Fernseher. Dann genügt eine Fernbedienung zum Einschalten von TV-Gerät und Soundbar. Auch die Fernsehkanäle stellt der Nutzer direkt auf der Fernbedienung der Soundbar ein.

Besonders fein: Das sechsstellige Punkt-Matrix-Display hinter dem Frontblech. Nach dem Einschalten meldet es sich in einer weißen Laufschrift mit “Hello” und zeigt beim Betätigen einer Taste auf der Fernbedienung die jeweils aktuelle Einstellung an. Einige Sekunden später schaltet das Display wieder ab, so dass kein Leuchten, Flimmern oder Blinken den Betrachter beim Fernsehen stört.

Nicht ganz so gut gelungen ist die Fernbedienung. Das kompakte Kunststoffgehäuse liegt zwar durch die Seiten, die am hinteren Enden nach innen zusammenlaufen, fast handschmeichlerisch in der Hand. Weil sich aber 32 Tasten auf einer sehr kleinen Grundfläche drängen, sind die Tasten ziemlich klein geraten und für Menschen mit großen Händen nicht sonderlich bequem. Da diese Fernbedienung auch den Fernseher und weitere angeschlossene Geräte kontrolliert, wäre ein etwas großzügigeres Design angebracht gewesen.

Lästig bei der Bedienung ist auch, dass man auf der Fernbedienung nur eine Taste für die Einstellung der Klangeffekte hat. So muss der Nutzer immer die ganze Reihe der Soundeffekte durchgehen, bis er beim gewünschten angelangt ist. Sinnvoller wäre, jedem Soundeffekt eine Taste zuzuordnen, so dass man diese direkt aufrufen kann. Oder wenigstens der Standardeinstellung “Off” eine Direkt-Taste zu spendieren. Nach jedem Schaltvorgang sind die Lautsprecher etwa eine Sekunde lang stumm, auch das irritiert anfangs etwas.

Das Gehäuse des Subwoofers

Klangqualität

In Sachen Klang präsentiert sich die HW-F551 kompetent und ohne Effekthascherei. Sie tendiert zu einer präzisen, impulsstarken und frischen Wiedergabe mit klaren Höhen und – dank 150-Watt-Tieftöner – kraftvollem Bass. Feinzeichnung und Auflösung sind nicht Spitzenklasse aber für Normalhörer völlig ausreichend. Mit diesen Tugenden ist die Samsung sowohl der intelligente Begleiter für den atmosphärisch dichten Sonntagskrimi als auch der kräftig zupackende Kumpel für den Action-Blockbuster aus der Blu-ray-Sammlung.

Musikliebhaber werden allenfalls bemängeln, dass es im Bereich zwischen den unteren Mitten und den Bässen ein wenig an Grundtonwärme fehlt. Wer auf ein besonders behagliches und warmes Ambiente steht, für den ist das Soundprofil der Samsung vielleicht etwas zu kühl und präzise. Als klanglich vergleichbare Alternativen wären die YAS-101 von Yamaha oder die HT-CT260H von Sony in Betracht zu ziehen.

Positiv zu vermerken ist, dass die HW-F551 in der Lage ist, ihren Sound gleichmäßig im ganzen Raum zu verbreiten, so dass man auch in ganz unterschiedlichen Hörpositionen in etwa das gleiche Klangbild hat. Und trotz des protzigen Subwoofers klingt die Anlage auch bei gedämpfter Zimmerlautstärke schon sehr gut.

Um das Klangbild an unterschiedliche Genres und Programme anzupassen, bietet die HW-F551 diverse Soundeffekte. Der Effekt “Music” lässt Popmusik noch präsenter, räumlicher hervortreten, “Cinema” fügt Hall hinzu, und “Sport” fügt noch mehr Hall hinzu, da herrscht fast schon Stadionatmosphäre. Daneben gibt es noch die Einstellung “Game”, die aber nur für Anwender interessant ist, die beispielsweise eine Xbox anschließen.

Im Modus “Off” sind alle Klangtricks ausgeschaltet. Die Stimmverständlichkeit ist hier ausgezeichnet. Schaltet man den Soundeffekt “News” ein, werden die Bässe etwas gesenkt und Stimmen treten noch deutlicher hervor.

Wie fast alle Mitbewerber versucht sich auch die Samsung am Surround-Sound. Und wie fast alle Mitbewerber scheitert auch sie. Dennoch sind die Surround-Einstellungen ein Gewinn. Für die Wiedergabe von Popkonzerten ist die 3D-Einstellung “Music” passend, ein Konzert von der Elektronik-Pioniere Kraftwerk gewinnt an Weiträumigkeit, Intensität und Saalatmosphäre. Die Einstellung “Movie” fügt noch mehr Hall hinzu, der Sound wird dann aber doch etwas distanziert und blass.

Weitere Funktionen

Technikaffine Nutzer nutzen auch gerne ihr iPhone oder Android-Smartphone als Musikspieler. Warum nicht auch als Zuspieler für die Anlage zu Hause? Für den drahtlosen Anschluss an die Samsung-Soundbar ist Bluetooth zuständig. Im Test klappt die Verbindung mit einem Android-Smartphone auf Anhieb. Dazu muss an der Soundbar die Bluetooth-Schnittstelle aktivieren, das Smartphone nach Bluetooth-Geräten suchen lassen und dann die Verbindung herstellen. Nicht einmal die Eingabe eines Pins ist nötig. Dann den Musikplayer im Smartphone starten und Musik strömt aus der Soundbar und Subwoofer. Die Lautstärke auf dem Smartphone darf dabei nicht ganz auf Null stehen, sonst kommt kein Signal bei der Soundbar an. Am besten wählt man einen niedrigen Pegel, der den Handy-Akku schont, aber trotzdem noch ein Musiksignal sendet.

Auch die Reichweite der Bluetooth-Verbindung ist bei der HW-F551 beachtlich. Während bei der LG NB3530A die Verbindung spätestens nach zwei Metern zu zicken anfängt, bleibt diese bei der HW-F551 auch in 4 bis 5 Metern Distanz noch stabil, Musik wird ohne einen einzigen Aussetzer wiedergegeben. Herumgehen im Raum mit dem Handy in der Hemdtasche ist ebenso unproblematisch. Erst beim Verlassen des Raums kommt es zu Störungen und die Verbindung bricht ab.

Perfekt funktioniert auch die Wiedergabe von Musikdateien vom USB-Stick. Einfach den Stick einstecken und den Eingangswahlschalter auf USB stellen. Die Soundbar liest die Musikdateien aus und gibt diese der Reihe nach wieder. Songtitel und Länge werden im Display angezeigt. Das klappt auch, wenn die Musik auf dem USB-Stick bunt gemischt in unterschiedlichen Dateiformaten wie MP3 und WAV vorliegt und in verschiedenen Ordnern und Unterordnern gespeichert ist. Auf der Fernbedienung schaltet der Nutzer die einzelnen Tracks nacheinander durch. Neben MP3, WAV, AAC und WMA beherrscht das System auch die weniger gebräuchlichen Audioformate OGG und FLAC.

Genauso bequem funktioniert der Anschluss eines MP3-Player an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Ein passendes Kabel liegt bei.

Wie die anderen Samsung-Soundbars auch bietet die HW-F551 Zusatzfunktionen wie “Smart Volume” zur Reduzierung von Pegelspitzen etwa beim Senderwechsel oder beim Start des Werbeblocks.

Die Funktion Audio Sync “Audio Sync” verzögert das Audiosignals um maximal 300 ms, falls das Videosignal einmal hinterherhinken sollte. So wird der Ton wieder synchron zum Bild. Wer nachts fernsieht und trotz niedriger Lautstärke vollen Ton haben will, aktiviert die Funktion “DRC”.

Wer einen Samsung-Fernseher der neuen Generation besitzt, nutzt “Soundshare”. Dabei werden der Soundbar, Fernseher und wahlweise ein weiteres Audiogerät per Bluetooth miteinander verbunden und mit einer einzigen Fernbedienung kontrolliert.

Unser Testfazit

Die elegant designte HW-F551 wertet nicht nur den dünnen Klang des Flachbildfernseher auf, sie macht auch als Entertainment-Maschine und vielseitig einsetzbare Stereoanlage einen guten Job. Sie besticht durch ein lebendiges und präzises Klangbild mit großem Bassvolumen, das aber nicht ganz das Niveau einer guten Hi-Fi-Anlage erreicht. Besonders hervorzuheben ist der Bedienkomfort in Kombination mit Samsung-TV-Geräten. Der offizielle Samsung-Preis von 499 Euro ist etwas zu hoch angesetzt, der aktuelle Straßenpreis von rund 260 Euro dagegen ein faires Angebot.

(68 Rezensionen)

POSITIV

  • + Präziser, weiträumiger und druckvoller Klang
  • + elegantes Design
  • + vielseitig einsetzbar
  • + hoher Bedienkomfort

Negativ

  • - sehr kleine Fernbedienung
  • - keine Kabel für HDMI und Toslink im Lieferumfang
  • - kühles Klangbild

Preisvergleich

Endnote 2,6 Befriedigend

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Design/Verarbeitung
    1.5
     
  • Klangqualität
    2.4
     
  • Installation/Anschlüsse
    1.5
     
  • Bedienung
    2.5
     
  • Weitere Funktionen
    1.5
     
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