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Yamaha YAS-101 Testbericht

Matthias, 8. Januar 2015
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Yamahas Soundbar YAS-101 will mit einfacher Bedienung und anspruchsvoller Hi-Fi-Technik überzeugen. Der Test zeigt, ob das Bedienkonzept überzeugt – und ob der Sound das Prädikat "Hi-Fi" verdient.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + einfach zu installieren, simple Bedienung
  • + exzellenter Klang
  • + elegantes, puristisches Design

Negativ

  • - verwirrende Lämpchen statt Display
  • - wenig Anschlussmöglichkeiten

Der Name Yamaha hat in Hi-Fi-Kreisen einen guten Klang. Nach wie vor legendär sind die Vollverstärker und Receiver aus den siebziger Jahren. Auch heute noch legt das Unternehmen regelmäßig Neuauflagen seiner klassischen Stereoverstärker und CD-Player auf. Im klassisch-schlichten Design kommt auch die Soundbar YAS-101 daher. Das ist bereits erkennbar, wenn man einen Blick auf die Fernbedienung wirft, die mit sehr wenigen Tasten auskommt. Die Yamaha-Soundbar konzentriert sich auf die Zusammenarbeit mit dem Fernseher und will kein Partyverstärker für den MP3-Player sein. Dafür ist sie aber auch preiswert. In Onlineshops ist die Soundbar für etwa 180 Euro zu haben. Kein Billigheimer, aber auch kein Preis aus der Oberklasse.

Verarbeitung/Design

Das Design der Yamahas ist traditionell eher kantig, nüchtern, mit einem Schuss Purismus. In dieser Linie liegt auch der YAS-101. Ein schlanker schwarzer Riegel, den man vor den Fernseher stellt. Keine Taste zu viel, kein flimmerndes Display, stattdessen insgesamt sechs kleine Signallichter, die leuchten oder blinken. Schlicht und unprätentiös, lautet die Devise. Mit der leicht konvex gebogenen Vorderkante des Gehäuses und der kreisrunden Stoffabdeckung vor den Lautsprechern ist die Yamaha trotzdem durchaus elegant. Die Verarbeitung ist gut, nichts wackelt oder klappert. Auch die Fernbedienung beschränkt sich auf wenige Tasten für die nötigsten Einstellungen.

Bei der YAS-101 setzt Yamaha auf Klavierlack-Optik

Inbetriebnahme

Die Yamaha YAS-101 ist auch für Nichttechniker schnell und einfach zu installieren. Netzstecker einstecken, das optische Kabel mit dem entsprechenden Ausgang des TV-Geräts verbinden, einschalten, das war’s. Sparsam zeigt sich Yamaha auch bei den Anschlüssen. Man kann das TV-Gerät, einen Blu-ray-Player und eine Settop-Box anschließen. Bluetooth, USB oder 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss sucht man vergebens.

Bedienung

Das Konzept, auf ein Display zu verzichten und nur auf kleine Lämpchen zu setzen, ist einerseits bestechend simpel, hat andererseits aber seine Tücken. Denn anfangs weiß man einfach nicht, wofür die in einer Reihe stehenden Lichter jeweils stehen. Man wundert sich über das von rechts nach links wandernde Blinken, wenn man eine Taste auf der Fernbedienung betätigt hat und versteht nicht, warum ein Lämpchen plötzlich orange leuchtet.

Die Bedienelemente an der Vorderseite

Ändert man die Lautstärke, beginnt kurzzeitig die ganze Reihe zu blinken. Auch Lautstärkeänderungen am Subwoofer sind nicht sofort erkennbar, zumal eine Lautstärkeänderung im Bassbereich auch nicht so leicht hörbar ist. Im Prinzip ist das kein Problem, steht ja alles haarklein im Handbuch. Doch ein bisschen eingewöhnen muss man sich schon. So gesehen wäre ein Display, das beispielsweise anzeigt, auf welchen Wert die Lautstärke eingestellt ist oder welcher Klangeffekt gerade aktiv ist, die bessere Lösung. Das Bedienkonzept ist also simpel und eingängig, benötigt aber etwas Eingewöhnung.

Die Klangqualität

Yamaha verzichtet auf protzige Watt-Werte, die Leistung liegt bei insgesamt 120 Watt, davon 2 x 30 Watt für die Stereokanäle und 60 Watt für den integrierten Subwoofer. Für raumfüllenden Klang ist das aber mehr als genug. Die YAS-101 überzeugt gemessen am Preis durch ein überdurchschnittliches Klangniveau. Aus dem blechernen Klang des Fernsehgeräts wird plötzlich ein voller, satter und räumlicher Klang. Die Wirkung ist frappierend. Die imaginäre Bühne wird auf einen Schlag größer, und plötzlich dringen Details ans Ohr, die vom TV-Gerät unterschlagen werden.

Gleichzeitig bleibt der Sound transparent und luftig. Bässe kommen wuchtig, aber präzise. Abgrundtiefe, rabenschwarze Bässe kann die YAS-101 natürlich nicht bieten, dazu muss man einen optional erhältlichen externen Subwoofer anschließen. Aber wem ein trockener und kräftiger Bass ausreicht, wird mit der YAS-101 sehr zufrieden sein.

Die Lautsprecher an der Seite

Beeindruckend sind auch die Feinzeichnung und Detailtreue. Egal, ob Mozart-Klavierkonzert, Weltmusik mit akustischen Instrumenten oder Elektro-Pop, mit der Yamaha YAS-101 machen Konzert-DVDs einfach Spaß.

Selbst der TV-Krimi gewinnt durch die Soundbar, weil plötzlich atmosphärische Details im Soundtrack und in der Geräuschkulisse hörbar werden, die vorher nicht oder kaum wahrnehmbar waren.

Auch der Surround-Modus, von Yamaha auf “Air Surround Extreme” getauft, macht einen guten Eindruck. Musik wirkt irgendwie reicher, komplexer, üppiger. Echter Raumklang wie bei Heimkinoanlagen mit 5.1- oder 7.1.-Technik ist das gewiss nicht, doch für eine Anlage, die mit zwei Lautsprechersystemen auskommt, ist der Surround-Modus eine angenehme Überraschung. So vermittelt die YAS-101 also zumindest eine Ahnung von Surround.

Die Verständlichkeit von Stimmen ist insgesamt trotz des voluminösen und detailreichen Klangs gut, bei Stereo aber noch etwas besser als im Surround-Modus. Zusätzlich lässt sich durch die Einstellung “Clearvoice” die Präsenz von Stimmen noch etwas erhöhen.

Die Idealeinstellung für Nachrichten und Talkshows wäre also “Stereo” und “Clearvoice” mit leicht abgesenktem Bass. Die Idealeinstellung für Filme auf DVD oder Blu-ray mit komplexem Soundtrack wäre dementsprechend “Surround”, Standard-Basseinstellung und eventuell “Clearvoice”.

Im Alltag praktisch ist der Modus “Univolume”. Er sorgt für gleichbleibende Lautstärke beim Umschalten zwischen Kanälen oder wenn plötzlich der Werbeblock beginnt.

Weitere Funktionen

Die YAS-101 ist auf guten Klang und einfache Bedienung getrimmt. Deshalb fehlt hier die lange Liste von Extra-Features. Immerhin: Die Fernbedienung lässt sich durch die Lernfunktion der TV-Fernbedienung ersetzen. Die kann dann der Anwender zumindest Grundfunktionen wie Lautstärke sowie Ein- und Ausschalten betätigen.

Da Soundbars in der Regel vor dem Fernseher stehen, verdecken sie oft auch den IR-Sensor für die Fernbedienung. Dieses Problem löst Yamaha, indem die YAS-101 bei Bedarf das Signal der TV-Fernbedienung aufnimmt und zum Fernseher durchschleift. Ein Infrarot-Sender an der Rückseite des Geräts leitet die Signale an den Fernseher weiter. Alternativ kann man die YAS-101 auch einfach tieferlegen, indem man die Standfüße abschraubt.

Wie alle Soundbars ist auch die YAS-101 für die Montage vorgesehen, entsprechende Haltemodule und eine Montageschablone liegen bei.

Daneben ist über “Audio Delay” auch eine zeitliche Verzögerung des Klangs einstellbar. Sinnvoll ist das, wenn das Videobild sich gegenüber dem Audiosignal verzögern sollte, ein Fall, der aber nicht allzu oft vorkommt.

Die Energieaufnahme lag im Test deutlich unter 10 Watt, solange die Lautstärke halbwegs im nachbarschaftsverträglichen Bereich lag.

Testfazit

Die Yamaha YAS-101 ist eine auf guten Klang optimierte Soundbar mit relativ puristischer Bedienung. Besonders viele Anschlussmöglichkeiten und Extra-Features bietet sie nicht, dafür ist der Klang für diese Preisklasse exzellent. Das Bedienkonzept mit den leuchtenden und blinkenden Leuchten ist anfangs etwas verwirrend.

Für den Preis von ungefähr 180 Euro bietet die YAS-101 insgesamt einen guten Gegenwert.

( Rezensionen)

POSITIV

  • + einfach zu installieren, simple Bedienung
  • + exzellenter Klang
  • + elegantes, puristisches Design

Negativ

  • - verwirrende Lämpchen statt Display
  • - wenig Anschlussmöglichkeiten

Preisvergleich

Endnote 2,0 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Design/Verarbeitung
    1.5
     
  • Klangqualität
    2.0
     
  • Installation/Anschlüsse
    2.0
     
  • Bedienung
    2.0
     
  • Weitere Funktionen
    2.5
     
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